Eine kleine ABS Reisegruppe war gerade eine Woche im südlichen Afrika. Die ersten 3 Nächte verbrachten wir in der Victoria Falls Safari Lodge in Zimbabwe. Die Hauptattraktionen waren natürlich die Viktoria Wasserfälle, die drittgrößten der Welt nach Niagara in Kanada und Iguazu in Brasilien, die ich auch schon besichtigt hatte. In einer 2-stündigen Fusstour liefen wir die beeindruckenden Wasserfälle und das außergewöhnliche Naturschauspiel mit einem Guide bei 40 Grad im Schatten ab. Um die gewaltigen Ausmaße auch wirklich beurteilen zu können, folgte auch ein Helikopter Flug, der nur als spektakulär zu beschreiben ist. Ein überraschendes Highlight folgte am ersten Abend mit einer Sunset & Dinner Cruise am Sambesi River. Kitschig schön und Romantik pur. Ein großes Schiff nur für unsere Gruppe mit einem außergewöhnlichen 6 Gang Dinner plus jeweiliger Weinbegleitung aus Südafrika beim Sonnenuntergang bescherte uns einen unvergesslichen Abend. Eine Elefanten Safari mit hautnahem Kontakt, eine Village Tour zeigte uns die lokale Lebensweise und Kultur sowie diverse Abendessen mit lokaler Folklore ergänzten das Programm der nächsten Tage.
Dann ging es in das weltberühmte Okavango Delta in Botswana um die Big Five sowie die Ugly Five in freier Wildbahn zu bewundern. Um zur Saguni Safari Lodge in Botswana zu gelangen, erforderte es eine längere Fahrt mit dem Geländewagen und hierauf einen 1-stündiger Flug mit einem Kleinflugzeug. Somit konnten wir von oben die atemberaubende wilde Naturlandschaft aus der wackligen Ein-Propellermaschine bewundern. Die Landung auf der Landepiste des Khwai River Airport war gewöhnungsbedürftig – von Airport war nichts zu sehen, außer eine kleine offene Bambushütte. Kein Personal, kein Check der Gäste – nur ein Geländewagen plus Guide empfing uns, um uns 1 Stunde lang zur Lodge zu bringen. War die Lodge in Zimbabwe schon idyllisch gelegen, dann war die Saguni Lodge noch eine Draufgabe. Direkt am Wasser gelegen, ohne Zäune und Abgrenzungen und immer in Begleitung eines Guides zu den rustikalen Zelten und zurück. Warum? Das haben wir mit eigenen Augen gesehen. Insbesondere am Morgen spazierten Hippos und Elephanten aus der Wildnis direkt vor unseren Zelten vorbei. Wie im Film, aber es war Realität. Diese unförmigen Ungeheuer mit jeweils mehr als 2 Tonnen Lebendgewicht machten aus der Nähe tatsächlich einen ordentlichen Eindruck – um nicht zu sagen erzeugten Angst, Furcht und gehörigen Respekt! Abends und früh morgens ging es auf stundenlange Safari Fahrten , um die vielfältigen Wildtiere zu bewundern. Wir haben alles gesehen, außer Nilpferde, die es hier nicht gab, und die vorhandenen, aber für uns nicht sichtbaren Leoparden. Das müssen wir noch nachholen.
Es war die erwartet spektakuläre Reise ins südliche Afrika. Einmal hat man uns in Botswana aber richtig in die Irre geführt. Es hieß, es gibt abends ein Bush TV. Wir freuten uns auf die Premier League und deutsche Bundesliga Spiele. Aber weit gefehlt. Es gab natürliche kein TV Programm – übrigens die ganze Reise nicht. Es ist unglaublich, aber eine Woche ohne TV war überhaupt kein Problem. Bush TV war nichts anderes, als gemeinsam um ein Lagerfeuer zu sitzen und sich miteinander bei gutem Wein zu unterhalten. Dabei ist mir ein weiser Satz eines Einheimischen für immer im Gedächtnis geblieben: Wissen Sie, sie haben die Uhr, wir haben die Zeit. Und tatsächlich haben wir die Zeit und Muße in Afrika ausgiebig genossen.
Kurt Tiroch
Hinterlassen Sie einen Kommentar