Kaum in Liverpool angekommen, hatten wir die exklusive Möglichkeit, die Fabrik von Range Rover zu besichtigen. Hohe Sicherheitsvorkehrungen wurden vorgegeben. So mussten sogar unsere Ringe und Uhren abgeklebt werden, um keine Autos zu beschädigen. Riesige Roboter in der Fertigungsstraße beeindruckten mit rasanter Geschwindigkeit, punktgenauem Löcher bohren, schweißen, verschrauben, zusammenfügen und weiterleiten zum nächsten Roboter. Eine klassische hochindustrielle und innovative Produktionsstätte.
Nach dem Einchecken im Hotel konnten die Teilnehmer die Innenstadt eigenständig erforschen. Viele landeten gleich beim gegenüberliegenden „Monro Pub“. Ein Pub ganz nach meinem Geschmack: urig, rustikal, abgewoht, „abgefackt“ – aber mit toller Atmosphäre. Ein stetiges Kommen und Gehen der Gäste, lange Schlangen vor den Tresen, Bier floss in Strömen und fröhliche Stimmung rundherum.
Der zweite Tag zeigte uns die Besonderheiten dieser magischen Stadt. Am Programm standen eine Lokaltour mit exquisiten Spezialitäten, Musik Geschichte mit der Magical Mystery Bus Tour und dem Besuch aller Häuser, wo jeder der Beatles wohnte und aufgewachsen ist und abschließend der Besuch im legendären Cavern Club, wo die Beatles Anfang der 60er-Jahre regelmäßig live gespielt haben und bis heute täglich live Beatles Musik zu hören ist.
Am Tag 3 war ein Premier League Fußballspiel angesagt. Aber nicht irgendeines, sondern das prestigeträchtige Stadtderby zwischen Everton und Liverpool im brandneuen Evertonstadion. Ein super Stadion, unglaubliche Stimmung, ein spannendes Spiel, das letztlich Liverpool knapp 2 zu 1 gewann, obwohl es sehr ausgeglichen war. Bewundernswert, wie sich 60000 Zuschauer völlig diszipliniert und ruhig ins Stadion und zurück bewegten – ohne auch nur einen einzigen Polizisten zu sehen – mit Ausnahme von 2 Polizistinnen auf Pferden. Und das war wohl eher Dekoration als Polizeiaufsicht. Die Docks und das Beatles Museum wurden auch noch besucht, bevor wir mit dem Bus zum wunderschönen Herrenhaus und Rookery Hall Hotel fuhren. Ein köstliches 3-Gang-Menü beschloss den Abend.
Am 4. und letzten Tag hatten wir die exklusive Gelegenheit, die Bentley Zentrale und das riesige Werk zu besuchen. Das geplante und tatsächliche Highlight der Reise. Unsere Handys wurden vor Besichtigung abgegeben, um nur ja nicht irgendein Firmengeheimnis verraten zu können. Was für ein gediegener und luxuriöser Fabrikstandort! Bentley rühmt sich zurecht, das gesamte Fahrzeug handgemacht zu produzieren. Wir bewunderten die Lederarbeiten, den Umgang mit Edelhölzern und Steinen, die unendlich lange Fertigungsstraße ganz ohne Roboter. Die Präzision, die Handwerkskunst und die Detailverliebtheit dieser britischen Kultmarke war mehr als beeindruckend. Jeder einzelne Bentley ist ein handwerkliches Original. Spätestens jetzt verstehe ich die Hochpreisigkeit dieses ikonischen Autos und werde nun meinen Bentley mit noch mehr Ehrfurcht und Hochachtung fahren.
In Gesprächen mit den Teilnehmern hat sich auch schon unser nächster UK Ausflug im Frühjahr 2027 herauskristallisiert. Die Aston Martin Zentrale, ein Premier League Spiel in London und dann einige Sehenswürdigkeiten in Wales, wo wir noch nicht waren, könnten auf dem Reiseprogramm stehen. As always – the best is still to come!
Kurt Tiroch
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