Die Nummer Vier  und „Schnabulatur“ das Wort des Jahres

Rückblick auf  das Romantische Weihnachtsfest in Sala Terrena im Ferdinandihof,

am Mittwoch, 20. Dezember 2023

 von Wolfgang Geißler

Schummeriges Kerzenlicht, das von Kronleuchtern und unzähligen Kerzenständern seine anheimelige Wärme austrahlt, flackerndes Feuer knistert im Kamin, daneben ein riesiger Christbaum. So begrüßt uns die Sala Terrena im Ferdinandihof, die wir aus dem dunklen und kalten Hof, auf einer Seite mit einer Pawlatsche versehen, betreten. Kaum ist man eingetreten, wird einem schon ein Glas Sekt in die Hand gedrückt und somit bestückt, ist die Weihnachtsfeier 2023 der Österreichisch-Britischen Gesellschaft bereits mit Volldampf unterwegs.

So wollte es auch unser Präsident Prof. Dr. Kurt Tiroch, wie er in seiner zu einem der Highlights stilisierten, einleitenden Begrüßung beteuerte. Weit über 120 Mitglieder hatten sich angemeldet, und die meisten kamen auch. Dabei muss man bedenken, dass die Sala Terrena nur Platz für 80 bis 100 Gäste bietet. Unser Präsident hatte also recht damit, dass es neben dem Versprechen eines „romantischen Weihnachtsfests“ auch ein „kuscheliges“ sein würde. Austro-British Society at its best!

Seit Kurzem hat Prof. Tiroch eine Lieblingszahl, die leider niemand unter den Mitgliedern erraten konnte (der Autor dieser Zeilen, privilegiert durch Insiderwissen, kannte sie bereits, musste sich aber nobel zurückhalten): Vier! Warum Vier? Seit der Gründung der Österreichisch-Britischen Gesellschaft vor 13 Jahren war die gestrige Veranstaltung die 403. Zahlende Mitglieder pendeln sich immer so um die 400 ein. Genau sind es im Moment 402 Individuen und 44 Firmenmitglieder. Auch bei den Veranstaltungen sind wir nicht knausrig. Meistens sind es vier pro Monat. Also nochmals: Austro-British Society at its best!

Der rechtzeitige Knall eines Sektkorkens verkündete den Übergang von der Rede des Präsidenten zum kurzen, aber wesentlichen Gesangsteil des Abends. Secretary General Jochen Ressel, seines Zeichens auch Tenor im Domchor zu Sankt Stefan, trat als strenger Chormeister auf, der seine liebe Mühe mit der „Schnabulatur“ einiger unserer Mitglieder hatte. Vermutlich schnappte er diesen Ausdruck im Domchor auf. Es gelang ihm, die Mitglieder zu bändigen, und mit großem Gusto, Herz und Stimme sangen wir recht harmonisch drei Weihnachtslieder. Bravo Jochen! Die Rede des Präsidenten und die Choreinlage unter der Leitung von Jochen Ressel habe ich gefilmt und ist über einen Link auf YouTube zu sehen. Viel Vergnügen!

Während im Hintergrund die Harfenistin tapfer gegen das Stimmengewirr mit ihren Klängen ankämpfte, verbreitete sich ungehindert Weihnachtsstimmung im Saal. Diese wurde unterstützt durch eine endlose Reihe herumgereichter Serviceplatten, beladen mit köstlichen Canapés, sowie unzählige Flaschen Sekt und Wein, bereitgestellt und kredenzt durch das Cafe Ministerium. Eine ebenso endlose Reihe von Bildern, von mir fotografiert und ergänzt durch zusätzliche Aufnahmen unseres Mitglieds Dr. Wolfgang Menth-Chiari, sollte hoffentlich die Stimmung dieses Abends treffend dokumentieren. Und trotz der unzähligen Kerzen verbrannte sich niemand, nur ein Mitglied versengte das Futter seines Sakkos. Auch das ist: Austro-British Society at its best!

***